Was sind Core Web Vitals und warum sind sie wichtig für SEO?

Einführung: Was sind Core Web Vitals?

Du hast sicher schon gehört, dass die Geschwindigkeit einer Website ein wichtiger Faktor für SEO ist. Aber hast Du schon von den Core Web Vitals gehört?

Seit Mai 2021 sind die Core Web Vitals eine wesentliche Metrik, um die User Experience von Websites zu messen. Sie bewerten, wie schnell eine Webseite sichtbar wird, wie schnell sie interaktiv wird und wie stabil sie während des Ladevorgangs bleibt. Insgesamt gibt es drei Hauptfaktoren:

Largest Contentful Paint (LCP)

Dieser Faktor misst die Ladezeit des größten Inhalts auf der Seite. Dies kann ein Bild, ein Video oder ein anderer visueller Inhalt sein, der am wichtigsten für die Nutzererfahrung ist. Ziel ist es, dass dieser Inhalt innerhalb von 2,5 Sekunden oder weniger sichtbar wird.

First Input Delay (FID)

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das First Input Delay. Dies ist die Zeit, die eine Webseite benötigt, um auf die erste Interaktion eines Besuchers (z.B. ein Klick auf einen Button) zu reagieren. Eine gute Webseite sollte eine FID von weniger als 100 Millisekunden haben.

Cumulative Layout Shift (CLS)

Dieser Faktor misst, wie oft sich das Layout der Seite während des Ladevorgangs ändert und dadurch ein versehentliches Klicken auf eine falsche Stelle verursacht wird. Eine gute Webseite sollte eine CLS von weniger als 0,1 haben.

Diese Metriken werden als Core Web Vitals bezeichnet, da sie die „essentiellen“ oder „zentralen“ Faktoren darstellen, die die User Experience beeinflussen. Wenn eine Webseite diese Metriken nicht erfüllt, kann dies zu einer schlechten Nutzererfahrung führen.

In den nächsten Abschnitten werden wir uns weiter damit befassen, warum die Core Web Vitals so wichtig für SEO sind und wie man sie optimieren kann.

Warum sind Core Web Vitals wichtig für SEO?

Core Web Vitals sind wichtig für die Suchmaschinenoptimierung, da sie direkt in die Zufriedenheit der Nutzer eingreifen. Wenn eine Website eine schlechte Leistung hat, wird der User ungeduldig und kann schnell abspringen. Für Google ist das ein Alarmzeichen, dass die Seite nicht gut ist und dem Nutzer keine optimale Erfahrung bietet.

Die Core Web Vitals sind ein wichtiger Rankingfaktor für Google, um die Qualität einer Website zu bewerten. Wenn eine Seite eine hohe Nutzerzufriedenheit hat und die Core Web Vitals optimiert wurden, steigt die Chance auf ein besseres Ranking. Das bedeutet, dass Seiten, die sich nicht an die neuen Richtlinien halten, potentiell schlechter ranken und dadurch weniger Sichtbarkeit in den Suchergebnissen erhalten.

Außerdem sind die Core Web Vitals auch deshalb wichtig, da sie ein Indikator für die allgemeine Qualität der Website sind. Eine Seite mit schlechter Ladegeschwindigkeit, hoher Verzögerung und schlechten Interaktionen sieht für den Nutzer unprofessionell aus. Daher ist es wichtig, Core Web Vitals zu optimieren um eine positive Wahrnehmung der Seite zu erreichen.

Insgesamt helfen dir die Core Web Vitals dabei, die Nutzererfahrung zu verbessern und die Seite für die Suchmaschine zu optimieren. Durch eine Optimierung der Core Web Vitals kannst du sowohl die Nutzerzufriedenheit erhöhen, als auch dein Ranking in den Suchergebnissen verbessern.
Die drei Faktoren der Core Web Vitals im Detail

Die Core Web Vitals bestehen aus drei unterschiedlichen Faktoren: Ladezeit, Interaktivität und Stabilität. Jeder dieser Faktoren wird unter verschiedenen Gesichtspunkten gemessen und bewertet.

1. Ladezeit: Largest Contentful Paint (LCP)
Die Ladezeit ist der erste und wohl wichtigste Faktor unter den Core Web Vitals. Hierfür wird die sogenannte Largest Contentful Paint (LCP) bewertet. Dabei wird die Zeit gemessen, die benötigt wird, um den größten Inhalt einer Website zu laden. Dabei gilt ein Wert von unter 2,5 Sekunden als sehr gut, während Werte zwischen 2,5 und 4 Sekunden bereits als verbesserungswürdig angesehen werden. Werden Werte über 4 Sekunden erreicht, droht Abstrafung durch Google.

2. Interaktivität: First Input Delay (FID)
Unter dem Faktor Interaktivität wird die First Input Delay (FID) bewertet. Hier wird die Zeit zwischen der Aktion eines Nutzers auf der Website und der Reaktion der Website selbst gemessen. In der Regel liegt der Wert bei guten Websites bei unter 100 Millisekunden, während Werte zwischen 100 und 300 Millisekunden als durchschnittlich gelten. Werte über 300 Millisekunden sind verbesserungswürdig.

3. Stabilität: Cumulative Layout Shift (CLS)
Der Faktor Stabilität wird anhand des Cumulative Layout Shift (CLS) bewertet. Hier wird gemessen, ob sich das Layout der Website während des Ladens stark verändert. Eine stabile Website sollte einen Wert von unter 0,1 aufweisen. Werte darüber können dazu führen, dass Nutzer ungewollt auf falsche Links oder Buttons klicken.

Jeder dieser Faktoren ist wichtig für die Bewertung der Nutzererfahrung auf einer Website. Es ist also wichtig, alle drei Faktoren zu optimieren, um eine gute Platzierung in den Suchergebnissen zu erreichen. In vielen Fällen können kleine Änderungen an der Website, wie das Verkleinern von Bildern oder das Reduzieren von Skripten, bereits große Auswirkungen auf die Core Web Vitals haben.
Um die Core Web Vitals zu optimieren, gibt es viele verschiedene Ansätze. Hier sind einige Tipps, die Du befolgen kannst, um Deine Webseite zu verbessern:

1. Optimiere Deine Bilder: Schlechte Bildoptimierung kann dazu führen, dass Deine Webseite langsam lädt. Du solltest die Bilder auf Deiner Webseite daher komprimieren und in der richtigen Größe einbinden.

2. Reduziere Deine Serverantwortzeit: Eine lange Serverantwortzeit kann dazu führen, dass die Webseite träge ist. Du solltest sicherstellen, dass Dein Server schnell arbeitet und eine schnelle Antwortzeit hat.

3. Verwende Caching: Durch die Verwendung von Caching kann die Ladezeit Deiner Webseite stark reduziert werden. Das bedeutet, dass Deine Webseite schneller geladen wird, wenn ein Besucher auf sie zugreift.

4. Vermeide zu große Dateien: Große Dateien wie Videos oder Audiodateien können die Ladezeit Deiner Webseite erheblich verlangsamen. Du solltest darauf achten, dass Du nicht zu viele große Dateien auf Deiner Webseite hast.

5. Verwende ein Content Delivery Network (CDN): Ein CDN kann helfen, die Ladezeit Deiner Webseite zu reduzieren, indem es die Dateien auf verschiedenen Servern bereitstellt. Dadurch wird die Ladezeit verbessert, da der Besucher näher am Server ist, auf dem die Datei gespeichert ist.

6. Optimiere Deine CSS- und JavaScript-Dateien: Zu viele und schlecht optimierte CSS- und JavaScript-Dateien können dazu führen, dass Deine Webseite langsam lädt. Durch die Optimierung dieser Dateien kannst Du die Ladezeit Deiner Webseite verbessern.

Indem Du diese Tipps befolgst, kannst Du die Core Web Vitals Deiner Webseite optimieren und so das Nutzererlebnis verbessern.
Um die Core Web Vitals zu messen und zu optimieren, gibt es eine Vielzahl von Tools, die Du nutzen kannst. Hier stellen wir einige davon vor:

1. Google Search Console: In der Google Search Console findest Du unter „Leistung“ eine Auswertung Deiner Web-Vitals. Hier kannst Du sehen, welche Aspekte gut laufen und wo Optimierungsbedarf besteht.

2. Lighthouse: Lighthouse ist ein Open-Source-Tool von Google, das Deine Website auf verschiedene Faktoren prüft, darunter auch die Core Web Vitals. Du kannst Lighthouse entweder über die Browser-Konsole starten oder als Plugin nutzen.

3. WebPageTest: WebPageTest ist ein weiteres von Google unterstütztes Tool, das Deine Website analysiert und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigt. Hier werden unter anderem auch die Core Web Vitals gemessen.

4. PageSpeed Insights: PageSpeed Insights ist ein kostenloses Tool von Google, das Dir dabei hilft, die Ladezeit Deiner Website zu verbessern. Auch hier werden die Core Web Vitals mit einbezogen.

5. Chrome DevTools: Wenn Du Google Chrome als Browser nutzt, kannst Du auch die eingebauten DevTools nutzen, um die Core Web Vitals Deiner Website zu checken. Unter „Lighthouse“ findest Du eine entsprechende Option.

Es ist empfehlenswert, mehrere Tools zu nutzen, um ein möglichst umfassendes Bild von Deiner Website zu erhalten und Schwachstellen zu erkennen. Auf diese Weise kannst Du gezielt an der Optimierung Deiner Core Web Vitals arbeiten und so Deine Website für Nutzerinnen und Nutzer schneller und angenehmer gestalten.
Fazit: Core Web Vitals sollten Teil jeder SEO-Strategie sein.

Die Core Web Vitals sind ein wichtiger Faktor für das Ranking in den Suchergebnissen von Google. Sie geben Aufschluss darüber, wie gut eine Seite für den Nutzer geeignet ist. Dabei spielen insbesondere die Seite Ladezeit, Interaktivität und visuelle Stabilität eine entscheidende Rolle.

Um die Core Web Vitals zu optimieren, müssen Maßnahmen ergreifen werden, die auf technischer als auch auf inhaltlicher Ebene ansetzen. Hierzu zählen die Optimierung von Bildern und Videos, die Auswahl von geeigneten Webhosting-Providern und die Verwendung von schlankem und validem Code. Eine weitere wichtige Rolle spielen Caching-Systeme und die Möglichkeit, das Laden von unnötigen Ressourcen zu vermeiden.

Zur Messung und Überprüfung der Core Web Vitals stehen verschiedene Tools und Ressourcen zur Verfügung. Google Chrome bietet beispielsweise eine eingebaute Version des PageSpeed Insights Tools an, um die Ladezeiten und andere relevante Faktoren nachzuvollziehen. Auch Anbieter wie GTmetrix und WebPageTest können genutzt werden, um die Performance von Internetseiten im Hinblick auf die Core Web Vitals zu optimieren.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Core Web Vitals nicht der einzige Faktor im Bereich der Suchmaschinenoptimierung sind. Sie sollten aber dennoch ein zentraler Bestandteil jeder SEO-Strategie sein, um das Ranking einer Webseite in den Suchergebnissen zu verbessern. Der Grund hierfür liegt darin, dass optimierte Webseiten nicht nur besser im Suchergebnis ranken, sondern auch zu einer verbesserten Nutzererfahrung führen.